... dagegen ist kein Kraut gewachsen ... |
Milka

König
   

Dabei seit: 01.04.2006
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... dagegen ist kein Kraut gewachsen ... |
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Gestern Abend im TV: Beim Zappen habe ich einen Ausschnitt gesehen von Superkoch und „Diabetes-Experte“ Schuhbeck bei Lanz, wo es um (frische) Kräuter und Gewürze ging bzw. um deren gesunde Effekte.
Da sagte Schuhbeck zweimal was wie (sinngemäß): „Wenn man das Kraut XY verwendet …“
„… dann steigt der Insulinspiegel nicht so an …“ und
„… dann geht das Insulin nicht so hoch …“
Vor lauter Schreck u/o Irritation
hab ich dann leider vergessen, um welche Wunderkräuter es dabei ging.
__________________ LG, Moni(X) 
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12.03.2010 13:38 |
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hjt
Kaiser
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war da nich was mit Zimt?
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12.03.2010 17:00 |
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epi1952

Mitglied
 

Dabei seit: 12.11.2008
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Hallo, hab ich auch gesehen, Es soll Rosmarin,Thymian und glaube Majoran gewesen sein. Das alles frisch.Ich dachte auch mich knutscht en Elch
Gruß Epi
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13.03.2010 01:18 |
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Gyuri
Foren Gott
 

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Ich habe es nicht gesehen, kann mir aber kaum vorstellen, dass Schuhbeck einmal nichts über Ingwer gesagt haben könnte (freie Radikale und so).
Ich will ihm nicht die Fachkompetenz absprechen. Mir hängt aber sein Ingwer langsam zu den Ohren raus.
__________________ Grüße vom Gyuri
Gar nicht krank ist auch nicht gesund.
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13.03.2010 07:59 |
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Milka

König
   

Dabei seit: 01.04.2006
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Was mich irritierte war vor allem die Formulierung:
| Zitat: |
| „… dann steigt der Insulinspiegel nicht so an …“ und „… dann geht das Insulin nicht so hoch …“ |
Er meinte doch bestimmt den Blutzuckeranstieg
. Es ist doch unüblich, vom "Insulinanstieg" zu sprechen, zumal der sekundär ist und insulinspritzende Diabetiker sich das Insulin ja selbst entspr. der Mahlzeit zuführen.
__________________ LG, Moni(X) 
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13.03.2010 13:21 |
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hjt
Kaiser
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Insulin gilt nicht nur bei diesen Pfeifen zunehmend als Masthormon nach dem Prinzip: Nicht das Futter macht dick, sondern das Insulin. Ist doch logisch, oder? Wo selbst in fachmedizinischen Veröffentlichungen verbreitet wird, dass Typ2 zu viel Insulin haben, und die sind doch alle zu dick, oder?
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13.03.2010 13:54 |
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hjt
Kaiser
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hier vielleicht eine mögliche Erklärung - zugegeben ein bisschen lang ;-(
| Zitat: |
Wer Essen riecht, schmeckt oder sich auch nur auf eine üppige Mahlzeit freut, bringt damit damit normalerweise automatisch den Körper auf Trab: Das vegetative Nervensystem beginnt, die Speichelbildung zu erhöhen - es läuft einem buchstäblich das Wasser im Mund zusammen. Zugleich wird die Insulinproduktion angekurbelt, um für die kommenden Nährstoffe, insbesondere den Zucker, gerüstet zu sein. ...
Die körperliche Vorfreude auf eine Mahlzeit wird unter anderem von einem Gen gesteuert, das den Bauplan für ein kleines Protein namens Ankyrin-B enthält. Ist es aber defekt, beispielsweise durch eine Mutation, kann auch die vegetative Reaktion nicht wie üblich eingeleitet werden. Das hatten bereits frühere Studien bei Mäusen ergeben: Der Blutzuckerspiegel der Tiere mit Gendefekt stieg nach dem Verzehr zuckerhaltigen Futters ungewöhnlich stark an - vermutlich, weil die vom vegetativen Nervensystem ausgelöste Reaktionskette nicht vollständig ablief und sich folglich auch der Insulinspiegel nicht bereits beim Wahrnehmen des süßen Geschmacks erhöhte. |
Was da so sachlich einleuchtend dargestellt ist, wäre ein suuuper toller Abnehmtrick. Man stelle sich vor, man sitzt vor einer besonders speichel- und insulintreibenden leckerei. Aber man isst natürlich nicht. Und nun wird in der Erwartung des Essens fortlaufend Insulin ausgeschüttet. Der Insulinspiegel im Blut erhöht sich. Und damit man nicht unterzuckert, gibt die Leber fortlaufend immer mehr Zucker aus, immer so viel, dass die gesunde Blutzuckerhöhe erhalten bleibt. Einen Teil dieses Zuckers gibt sie zunächst aus ihrem Zuckerspeicher, den anderen und zunehmend größeren aus Eiweiß. Der Prozess heißt Glukoneogenese. Darin werden 2 Teile Eiweiß zu einem Teil Zucker umgebaut. Der andere Teil Eiweiß wird zum Antrieb dieses Prozesses verbraucht. Und um diesen Verbrauch kann man dabei sogar abnehmen.
Woher die Leber das Eiweiß für die Glukoneogenese nimmt? Natürlich zunächst vom neu gegessenen. Wenn da keines ist, dann halt von der Eiweiß-Substanz des Körpers, also z.B. aus den Muskeln. Aber davon braucht man dann ja auch nicht mehr so viel, weil man dabei ja leichter wird. Bleibt die Frage, was mit dem vielen Zucker passiert, der mit dem vielen Insulin abgearbeitet werden muss. Denn dafür, dass der Körper den direkt als Energie verbraucht, müsste man schon in einem Marathonlauf unterwegs sein. Weil man da ja aber zum Abnehmen vor dem Kuchen sitzt, lagert er diese Energie für ihren späteren Verbrauch erst einmal als Fett ein.
Keine Angst, soooo blöde funktioniert es in Wirklichkeit nicht. Denn was diese medizinischen Witzeschreiber bei Spiegel & Co nicht beachten: Insulin ist nach 4 1/2 Minuten nur noch die Hälfte wert. Wenn ein Bissen vom Mund durch Magen und Darm bis zur Übergabe des Zuckers daraus in den Blutkreislauf wenigstens 20 Minuten braucht, warum sollte dann schon für nix neues Insulin ins Blut geschickt werden, also ein aufwändig produzierter Stoff, bevor man überhaupt abgebissen hat, und von dem nix mehr übrig sein kann, wenn der Zucker daraus im Blut ankommt?
Vielleicht damit so ein Witzekoch den erhöhten Insulinspiegel dann mit Ingwer und Zimt senken kann?
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13.03.2010 17:44 |
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