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Zum Ende der Seite springen Zuckermeng(en) im Blut...
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hjt hjt ist männlich
Kaiser


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Zuckermeng(en) im Blut... Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Moinmoin,

... oder Jugend forscht: 2 Krüge klares Wasser auf dem Tisch, 4 Erwachsene drum rum mit je 2 Gläsern, und dazu Felix. Felix ist 10 und erklärt, dass er einen Pott gesundes Wasser angerichtet hat und einen Pott diabetisches. Wir sollen nun per Geschmackstest herausfinden, welches Wasser 100mg/dl hat und welches 300. Natürlich hat Felix seinen Spaß dran, wie wir Erwachsenen kümmerlich versagen. Wir geben uns alle Mühe, aber wir müssen nach 3 sorgfältigen Vergleichstests schließlich zugeben, dass wir nicht mal sicher sind, dass überhaupt wenigstens in einem Krug Glukose ist. Also wollen wir vom Felix wissen, wie er's gemacht hat. Denn wir sehen nur so einen angebrauchten Standard-Würfel Dextro-Täfelchen und in der Spüle noch ein Litermaß und einen großen Kochtopf.

"Also," erläutert Felix, und zeigt auf den Krug, den er mit einem roten Punkt gekennzeichnet hat, "da drin hab ich in einem Liter Wasser so ein halbes Täfelchen Glukose aufgelöst. So ein halbes Täfelchen sind etwa 3 Gramm, also etwa 300 Milligramm pro Deziliter. Und für den Krug da hab ich das andere halbe Täfelchen in 3 Litern Wasser da in dem Kochtopf in der Spüle aufgelöst, also 100 Milligramm pro Deziliter. Da sind übrigens noch 2 Liter gesundes Wasser drin," lacht er und reizt mich damit natürlich zum Widerspruch.

"Aber Onkel Jürgen, hättest Du die gesünderen 80 denn wirklich geschmeckt? Du sagst doch selbst immer, dass auch die Tests um mehr als 10% nach oben und unten abweichen können. Das mit dem halben Dextro-Täfelchen war so einfach am einfachsten. Aber wo ihr da jetzt alle keinen Zucker geschmeckt habt, kann mir vielleicht mal jemand von Euch sagen, warum das ganze noch immer Zucker-Krankheit heißt?"

Das mit dem Zucker-Pipi kurz vorm Abnibbeln unserer zuckerkranken Altvorderen, das deren Ärzte anno-tuck zum Erfinden des Namens gekostet haben sollen, wollte der junge Mann natürlich nicht gelten lassen. Interessant war dann noch, wie er auf dieses Experiment gekommen war. Die Oma seines Freundes hat nämlich ganz schwer Zucker, wie der Simon immer sagt, und das kann man auch sehen. Denn ihr Blut ist immer richtig dickflüssig, wenn sie es aus dem Finger an den Teststreifen presst.
"Sie misst oft um und über 300, und das ist ja für sich schon eine große Zahl, aber mg=Milligramm! 300mg sind ja nur 0,3 Gramm! Also so viel dann doch nicht. 0,3g im 10tel Liter, in einem Liter also 10mal so viel, also 3 Gramm. Der Simon hat vielleicht dumm geguckt, als ich ihm das so auseindander gesetzt hab, und dann hat er das auch gleich brühwarm so seiner Oma erzählt, aber er glaubt nicht, dass sie das wirklich gerafft hat.“
21.01.2010 19:28 hjt ist offline E-Mail an hjt senden Beiträge von hjt suchen Nehmen Sie hjt in Ihre Freundesliste auf
Hammy Hammy ist männlich
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Hi Jürgen, wer in deiner Sippe oder Bekanntschaft "misst" denn heute noch
den Glucosegehalt durch Trinken von Blut oder Urin? Oder anders: Qui bono?
Entscheidend ist doch nach deiner Aussage 140-120-100 und die sind durch
Messen mit einem Gerät zu bestimmen und nicht durch kosten. Übrigens ist
ja bekannt, dass "Diabetes mellitus" wohl "süsser Durchfluss" heisst und die Alt-
vorderen sehr wohl den Urin von "Zuckerkranken" geschmeckt haben: bei
einer Konzentration von 1000 mg/dl (richtig zuckerkrank!) merkt man schon
den Unterschied von 10 g Zucker zu 1 g in einem Liter Wasser (hängt aber
sicher auch von den Geschmacksnerven ab).
Zitat:
Die Oma seines Freundes hat nämlich ganz schwer Zucker, wie der Simon immer sagt
Vielleicht muss es aber auch heissen: " Die Oma seines Freundes ist ganz schwer und hat nämlich Zucker...".
Aber wichtiger ist doch, wenn ein 10-jähriger etwas (was ihn vielleicht interessiert)
fragt und er bekommt es erklärt - weshalb lässt er das dann nicht gelten?
Sind die bei euch beratungsresistent? Ganz am Rande: ein Viert-Klässler
hat noch kein Biologie- oder Physik-Unterricht - er lernt also erst später,
weshalb Blut nicht (bei jedem) wie Wasser läuft und was Masseinheiten
sind. Was nützt ihm das Wissen jetzt, ausser dass er seine Oma belehren kann?
Weiss er auch, dass Oma statt 300 nur 16 Blutzucker hat (nämlich in mmol/l)?
Hat er auch verstanden, dass ein Gesunder nur etwa 5...6 g Zucker im
Blut hat und die "schwerkranke" Oma auch bloss ungefähr 20 g?
Und Oma rafft´s ja eh nicht - lohnt vielleicht nicht mehr- das 300 zu viel ist!
Gruss Hammy

__________________
Toleranz ist der Verdacht, daß der andere Recht hat. Kurt Tucholsky (1890 - 1935)
bzw. Toleranz ist die Erkenntnis, dass es keinen Sinn macht, sich aufzuregen. Ambrose Bierce (1842-1914)

23.01.2010 20:28 Hammy ist offline E-Mail an Hammy senden Beiträge von Hammy suchen Nehmen Sie Hammy in Ihre Freundesliste auf
kladie kladie ist männlich
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Hallo Hammy,

da hat hjt mal wieder eine Fabel erfunden und hofft auf jemanden, der diesen Unsinn ernst nimmt. Danach kann er wieder eine Studie zitieren und den Wahrheitsgehalt dieser Geschichte wissenschaftlich belegen. Es sind eben nur - wie üblich - diese theoretischen Betrachtungen ohne Bezug zur Realität.
Vielleicht wollte hjt aber auch nur kundtun, dass er einen 10jährigen Felix kennt, der schlauere Fragen als viele Erwachsene stellen kann.


Diese Exkursion ist einzuordnen wie diese Angaben bei Speichermedien die 1000 Stunden Musik versprechen weil 450 Megabyte Speicherplatz zur Verfügung stehen oder stattdessen 65000000 Seiten Text gespeichert werden können.
So kann man zwar einige Leute zum rechnen bringen aber eine sinnvolle Aussage steht nicht dahinter.

Nur mal so zum Spass: Warum wurde der Name Diabetes mellitus gewählt, wenn niemand den Urin getestet und einen süßlichen Geschmack festgestellt hätte? Kann Felix diese Frage beantworten?

__________________
Schöne Grüße
Kladie
23.01.2010 21:48 kladie ist offline E-Mail an kladie senden Beiträge von kladie suchen Nehmen Sie kladie in Ihre Freundesliste auf
hjt hjt ist männlich
Kaiser


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Moin Hammy,

hast ja Recht, die Altvorderen haben alle Sinne zum Beobachten und Diagnostizieren benutzt, hier super zusammengestellt http://diabetesinfo.de/geschichte/geschichte3.php
Aber seit Diabetes mit Erfolg behandelt werden kann, geht es nicht mehr um den Zucker, der mit dem Urin entsorgt werden kann, sondern um den, der im Organismus verstoffwechselt und energetisch verwertet wird.

Der Vater vom Felix ist übrigens Biolehrer, und das Zuckerwasser-Spiel vom Felix war aus unserer Erwachsenendiskussion über seine Schwierigkeiten im 11er LK gekommen. Da sei offenbar unheimlich schwer zu begreifen, wie die Logistik via Blut funktioniert. So hatte er versucht, mit dem teilweise ja einfach nachmessbaren Beispiel Glukose zu erarbeiten, dass beliebige Mengen von Stoffen praktisch ohne messbare Schwankungen der Konzentration verteilt werden können. Dazu hatte er die idiotische Hirnnahrungs-Werbung der Täfelchen-Anbieter als Aufhänger genommen.

Klar hatten alle LKler nach dem Genuss so eines Täfelchen-Würfels einen höheren Blutzucker gemessen, aber bis auf zwei mit höheren Werten der Rest gerade um 120mg/dl und nur für um ne halbe Stunde. Von immerhin 48g. Daraus dann so Fragen wie:
- Wieviel mg/dl sind 48g oral eingefüllte Glukose eigentlich wann im Blut?
- Und für wie viele Gramm steht dann die Differenz zwischen den nüchtern um 80 bei den meisten LK-TeilnehmerInnen und den max 120?
- Wenn um 80mg/dl normal ist und das Hirn dabei trotzdem leistet, wie kommt es dann an die dafür notwendige Glukose?

Ok, und das Wasserspiel hat dem Felix so viel Spaß gemacht, dass er damit inzwischen im gesamten Familien- und Freundes- und Bekanntenkreis hausieren war - und via Onkel Jürgen halt auch hier im Forum ;-)

Bisdann, Jürgen
24.01.2010 12:59 hjt ist offline E-Mail an hjt senden Beiträge von hjt suchen Nehmen Sie hjt in Ihre Freundesliste auf
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