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| Es sind 20 Einträge im Glossar. |
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| Harnstoff | Endprodukt ("Abfall") des Eiweißabbaues. Harnstoff wird in der Leber aus dem für den Organismus ansonsten giftigen Ammoniak und Kohlendioxid gebildet und über Niere sowie Schweiß ausgeschieden. Harnstofferhöhungen sind bei gestörter Nierenfunktion sowie verstärkter Eiweißabbau (z.B. in Folge fehlender Nahrungsaufnahme) zu erwarten.
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| Harnzucker | Über die Niere ausgeschiedener und im Harn nachzuweisender Zucker (Glucose).Zucker wird erst beim Überschreiten der Nierenschwelle über die Niere ausgeschieden. Die Nierenschwelle liegt bei einem Blutzuckerwert von 180 mg/dl, kann im Einzelfall jedoch auch höher (meist bei älteren Menschen) oder auch niedriger (Schwangere, Kinder und Jugendliche) liegen. Die Harnzuckerausscheidung wird in Prozent angegeben, d.h. gemessen wird die Zuckerkonzentration des Urins. Zur Berechnung der Absolutmenge ausgeschiedenen Zuckers benötigt man die Angabe der Menge des Harns in ml. Danach berechnet sich die ausgeschiedene Zuckermenge nach folgender Formel: Urinmenge (ml.) und Zuckerkonzentration (%) durch 100 = Zuckerauscheidung in Gramm/24 Std. Ein Beispiel: Zuckerkonzentration liegt bei 4%, Gesamtharnmenge über 24 Std. bei 2.000 ml. Somit beträgt die Zuckerausscheidung im 24-Std.-Harn: 2.000 x 4 : 100 = 80 g/24 Std.
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| HbA1 |
(= Hämoglobin A1) Hämoglobin ist der rote Farbstoff der Blutkörperchen (Erythrozyten). Seine biologische Funktion ist die Bindung von Sauerstoff, der damit durch die Erythrozyten vom Ort der Aufnahme (Lunge) zum Ort der Verwendung (Gewebe) transportiert werden kann. Hämoglobin gibt es beim Menschen in 4 Variationen: HbA0 (90%), HbA1 (6%), HbA2 (2-3%) und HbF (1%). HbA1 ist seiner Struktur nach fast identisch dem HbA0. Der einzige Unterschied liegt in einem Zuckermolekül, das das HbA1 zusätzlich trägt. HbA1 wird daher glykolisiertes ("gezuckertes" Hämoglobin genannt.
Die HbA1-Fraktion läßt sich in weitere Untergruppen einteilen: HbA1a, HbA1b, HbA1c. Die Bedeutung der HbA1-Bestimmung in der Überwachung der Diabeteseinstellung liegt darin, daß es einen engen Zusammenhang zwischen den mittleren Blutzuckerwerten, der vorangegangenen Zeit und der Höhe des HbA1-Wertes gibt. Einfach ausgedrückt: je höher die Blutzuckerwerte der letzten Wochen, um so mehr Hämoglobinmoleküle werden mit Zucker beladen, also um so höher ist der HbA1-Wert. Der HbA1-Wert verändert sich jedoch nicht durch einen einmalig erhöhten Blutzuckerwert, sondern erst dann, wenn die Blutzuckerspiegel längere Zeit in höheren Bereichen liegen. Umgekehrt bildet sich bei besserer Blutzuckerlage der HbA1-Wert nicht sofort zurück, sondern erst wenn über längere Zeit (etwa 4-6 Wochen) bessere Blutzuckerwerte vorliegen. Der HbA1-Wert ist somit "das Gedächtnis" der Blutzuckereinstellung. Während ein einzelner Blutzuckerwert im Grunde nur eine Momentaufnahme darstellt, sagt der HbA1-Wert sehr zuverlässig, ob in den letzten 4-6 Wochen im Schnitt eine gute Einstellung vorgelegen hat, d.h. er erlaubt eine Langzeitaussage in Bezug auf die Qualität der Blutzuckereinstellung. a
Durch zahlreiche Untersuchungen weiß man mittlerweile, daß der Zusammenhang zwischen der Höhe des HbA1-Wertes und den mittleren Blutzuckerwerten sehr zuverlässig ist. (Mittlere Blutzuckerwerte sind der Durchschnitt der Einzelwerte). Innerhalb der Gesamt-HbA1-Fraktion kann man noch einzelne Untegruppen bestimmen (z.B. HbA1c). Dies im einzelnen zu erörtern würde an dieser Stelle jedoch zu weit führen. Es ist wichtig zu wissen, daß bei der Bestimmung von Gesamt-HbA1 die Werte etwas höher liegen als bei der Bestimmung der Untergruppe HbA1c. Angegeben wird der HbA1-Wert in Prozentwerten (% des Gesamthämoglobins). Als grobe Richtlinien sprechen HbA1-Werte unter 9% für eine gute, HbA1-Werte über 12% für eine unzureichende Diabeteseinstellung. Falsch niedrige Werte (d.h. fälschlicherweise zu gute Werte) ergeben sich beim Vorliegen von Blutarmut (Anämie) sowie bei Schwangeren. In diesem Fall kann die HbA1-Bestimmung nicht oder nur unter geänderten Gesichtspunkten zur Kontrolle der Einstellungsqualität herangezogen werden. Für die genaue Beurteilung seines HbA1-Wertes sollte jeder Diabetiker den HbA1-Normalwert beim Hausarzt erfragen. In allen anderen Fällen hat sich die HbA1-Bestimmung als zuverlässiger Marker für die Kontrolle der Diabetestherapie fest etabliert.
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| HDL |
Lipoproteine, die in Leber und Darm gebildet werden und freies Cholesterin aus den Zellen verwerten können (siehe auch Hyperlipoproteinämie). Niedrige HDL-Spiegel stehen eher für ein erhöhtes, hohe HDL-Spiegel für ein erniedrigtes Risiko für vasculäre Erkrankungen (Gefäßerkrankungen).
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| Histologie | Lehre von den Geweben des Körpers. Die Histologie beschäftigt sich mit der Feinstruktur von Organen und Geweben, die nur unter dem Mikroskop sichtbar wird.
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| HLA-System | Teil der Erbanlagen des Menschen. Die wichtigste Funktion des HLA-Systems ist die Regulierung und Überwachung des Abwehrsystems (Immunsystem). Das Abwehrsystem des Organismus beruht darauf, daß fremdes Gewebe bzw. auch fremde Zellen (z.B. Krankheitserreger) als fremd erkannt und bekämpft werden. Körpereigene Zellen werden als eigen erkannt und nicht bekämpt. Die Funktion des HLA-Systems besteht darin, jede Zelle des Organismus zu prägen, d.h. ihr einen "Stempel aufzudrücken" wodurch diese als körpereigen erkannt wird. Fremde Zellen dagegen tragen diesen "Stempel" nicht und werden so als schädlich erkannt. Als "Stempel" fungieren dabei Strukturen, die auf der Oberfläche der einzelnen Zellen abgelagert werden. Diese Strukturen heißen HLA-Antigene. Wird nun Gewebe von einem Organismus auf einen anderen übertragen, so kontrollieren die Zellen des Empfängerorganismus zunächst die "Stempel" (d.h. den Besatz an HLA-Antigenen) des Spendergewebes. Wird dieser als fremd erkannt, so kommt es zu der gefürchteten Abstoßungsreaktion. Die Abstoßungsreaktion unterbleibt, wenn die Zellen des Empfängers die gleichen HLA-Antigene (= Stempel) haben wie die des Spenders. Aus diesem Grunde erfolgt vor einer geplanten Organverpflanzung (z.B. Nierentransplantation) eine exakte HLA-Bestimmung bei Empfängern und Spendern. Diese HLA-Bestimmung sieht so aus, daß die einzelnen Zellmerkmale (HLA-Antigene) bestimmt und genau identifiziert werden. Die jeweiligen HLA-Antigene werden dabei mit Buchstaben und Zahlen belegt (z.B. HLA DR 3, HLA DR 2, HLA B 8 usw.). Ergibt sich eine Übereinstimmung von Spender und Empfänger, so kann das Organ verpflanzt werden. Bei Nierentransplantationen werden die Daten der vorgesehenen Empfängerzentrale gespeichert. Die zur Verfügung stehende Niere erhält dann der, der mit den Daten des Spenders im HLA-System übereinstimmt.
Die Bestimmung der HLA-Antigene erfolgte zunächst nur zur Abschätzung der Gewebeverträglichkeit im Rahmen von Organverpflanzungen. Dabei ergab sich aber eine zusätzliche Bedeutung des HLA-Systems. Man fand, daß beim Vorhandensein bestimmter HLA-Antigene einzelne Krankheiten überdurchschnittlich häufig auftreten. So ist z.B. beim Vorhandensein der HLA-Merkmale B 8, B 15, DR 3 und DR 4 in wesentlich höherem Prozentsatz mit dem Auftreten von Typ-1- Diabetes zu rechnen als beim Fehlen dieser Antigene. Gleiches gilt für andere Krankheiten. Somit erlaubt die HLA-Bestimmung in einzelnen Fällen Vorhersagen über mögliche spätere Erkrankungen.
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| Hormon | = "Wirkstoff der Drüse". Hormone werden in drüsigen Organen des Körpers gebildet (z.B. Hirnanhangdrüse, Schilddrüse, Inselzellen) und direkt an das Blut abgegeben. Eines der wichtigsten Merkmale eines Hormons ist die Fähigkeit bereits in geringen Mengen bedeutende Stoffwechselvorgänge steuern zu können oder wie die Geschlechtshormone (männliches und weibliches Hormon) die spezifischen Unterschiede zwischen Mann und Frau hervorzurufen. Verdauungssäfte sind gleichfalls Produkte von Drüsen. Es handelt sich aber nicht um Hormone, da Verdauungssäfte in vergleichbar großer Menge gebildet und nicht ins Blut, sondern nach außen (d.h. in den Darm) abgegeben werden.
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| Humaninsulingon | Insulin das seiner chemischen Struktur nach dem menschlichen Insulin völlig identisch ist. Gewonnen wird Humaninsulin entweder nach einem semisynthetischen Herstellungsverfahren bei dem durch einen chemischen Umbauvorgang Schweineinsulin in Humaninsulin umgewandelt wird. Das zweite Herstellungsverfahren (biosynthetisches Verfahren) benutzt mittels Gentechnologie Bakterien zur Bildung der Insulinmoleküle. Humaninsulin unterscheidet sich in seiner Blutzuckerwirksamkeit nicht wesentlich von Schweineinsulin.
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| Hypercholesterinämie | Erhöhter Gehalt an Cholesterin im Blut. Diese stellt einen Risikofaktor für Herz-Kreislauferkrankungen dar. Bei Vorliegen weiterer Risikofaktoren sollte der Cholesterinwert 200 mg/dl nicht überschreiten. Hyperglykämie: Erhöhung des Blutzuckers (d.h. der Blutglucose).
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| Hyperglykämie |
Hyper ist lateinisch und bedeutet über(halb), über der Norm. Glykämie ist der Zucker also sinngemäß: Überzucker.
Eine Hyperglykämie ist für jeden Diabetiker eine gefährliche Angelegenheit. Es gibt eine sog. Nierenschwelle. Die liegt bei 180 mg/dl. Wird diese Schwelle überschritten, gelangt Zucker in den Urin. Der Zucker ist im Urin da der Körper versucht, den überflüssigen Zucker raus zu spülen. Dem entsprechend oft muss man auf Toilette. Dadurch das man so oft Wasser lassen muss, hat man sehr starken Durst, und muss viel trinken. Viele nehmen an, das es andersrum ist, sprich das man so oft auf Toilette muss, weil man soviel trinkt. Diese Annahme ist allerdings falsch.
Zusätzlich kann es zur Bildung von Ketonkörpern kommen. Man fängt an nach Aceton zu riechen (was ungefähr so riecht wie Lösungsmittel. Aceton wird in der Industrie als Lösungsmittel verwendet). Durch diesen Giftstoff kommt es zu einer indirekten Übersäuerung des Blutes.
Bei zu hohem Blutzuckerspiegel kann es zu folgenden Erscheinungen, bis hin zum diabetischen Koma kommen:
Hoher Blutzucker:
- - Durst
- - häufiges Wasserlassen
- - Schlappheit/ Müdigkeit
Entgleisung:
- - Wadenkrämpfe
- - Juckreiz der Haut
- - Schlechte Wundheilung
- - ungewollte Gewichtsabnahme
Beginnendes Koma:
- - Erbrechen und Übelkeit
- - Bauchschmerzen
- - tiefe, schwere Atmung
- - Acetongeruch (riecht nach Lösungmittel)
- - Aceton im Urin
Folgendes Vorgehen sollte sie einhalten, sobald sie eine Hyperglykämie haben:
Bei Blutzuckerwerten ab 240 mg/dl sollten sie zusätzlich zu den Blutzucker-Tests auch das Aceton im Blut überprüfen:
- Fällt der Test negativ aus, sollten Sie eine ganz normale Blutzuckerkorrektur durchführen. Sie sollten jetzt keine körperlich anstrengenden Sachen machen und viel trinken.
Sollte sich Acteon im Urin befinden (++ bis +++ positiv), gehen Sie wie folgt vor:
Schritt 1
- - Arzt benachrichtigen
- - Sofort Hilfe holen, nicht einschlafen
- - Sofort 20 % der gesamten Tagesdosis an schnellwirkenden Insulin spritzen. Nach 2 Stunden noch mal messen. Immer viel trinken.
Schritt 2
Ist der Blutzucker immer noch über 240 mg/dl und Actecon ++ bis +++:- Noch einmal 20 % der gesamten Tagesdosis an schnellwirkenden Insulin spritzen. Nach 2 Stunden noch mal messen. Immer viel trinken.
Schritt 3
Ist der Blutzucker dann unter 240 mg/dl und Actecon ++ bis +++:- Noch einmal 10 % der gesamten Tagesdosis an schnellwirkenden Insulin spritzen. Nach 2 Stunden noch mal messen. Immer viel trinken.
Schritt 4
Der Zucker ist unter 180 mg/dl und Aceton 0 bis +:- Kein Insulin mehr spritzen. Immer noch viel trinken und 2 BE essen (am besten eine Banane) da sonst Unterzuckerung droht.
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| Hyperinsulinämie |
Es befindet sich abnormal viel Insulin im Blut.
Meist kommt es dadurch zur Unterzuckerung mit allen Auswirkungen eines „Hypo“ (siehe „Hypoglykämie“). Die Ursache ist entweder eine erhöhte Insulinproduktion in der Bauchspeicheldrüse oder überhöhte Insulin-Injektionen. Scheinbar paradoxerweise kann trotz erhöhter Insulinwerte ein Diabetes bestehen.
Man erklärt das damit, daß – vor allem wenn Übergewicht besteht – bei einem Zuviel an Insulin die Körperzellen „dichtmachen“, sie werden unempfindlicher gegenüber der Insulinwirkung und zeigen dem Hormon gleichsam die kalte Schulter. Auf diese Weise kommt es zu dem widersinnig erscheinenden gleichzeitigen Auftreten von zuviel Insulin und zuviel Zucker im Blut.
Oft löst sich dieser „Stoffwechsel-Knoten“ quasi von selbst, wenn nämlich der Diabetiker abnimmt und möglichst sein „Normalgewicht“ erreicht.
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| Hyperkeratose | Verdickung der Hornschicht der Haut. An umschriebener Stelle Hornhautschwiele. Hyperkeratosen sind erstes (klinisches) Zeichen der Drucküberlastung am Fuß als Folge einer peripheren Polyneuropathie. Diese führt nämlich über eine Störung der Abrollbewegung des Fußes, gestörter Gelenkbeweglichkeit des Fußes und Fußformveränderung durch Schwund der Fußmuskulatur zu Fehlbelastung und örtlichen Druckbelastung. Im Verlauf kann es unter den so entstandenen Hyperkeratosen zu Einblutung, Gewebsauflösung und Infektion kommen. Ein Ulkus (siehe dort) ist die Folge. Zur Vermeidung bedeutsamer Hyperkeratosen bei bestehender Polyneuropathie dienen entsprechendes Schuhwerk und Fußpflege.
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| Hyperlipoproteinämie | Erhöhter Anteil von Lipoproteinen im Blut. Lipoproteine bestehen vor allem aus Cholesterin, Neutralfetten (Triglyceriden) und einem Eiweißanteil. Je nach unterschiedlicher Zusammensetzung werden Chylomikronen, VLDL, IDL, LDL und HDL unterschieden (siehe auch HDL, LDL). Die Hyperlipoproteinämie stellt einen eigenständigen Risikofaktor für vasculäre Erkrankungen dar (cerebraler Insult, AVK, Myokardinfarkt).
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| Hypertonie | Erhöhung des Blutdrucks. Gemeint ist in der Regel die Erhöhung des Blutdrucks in den Adern (Arterien). Der normale arterielle Blutdruck liegt für den oberen Wert bis 140 mm Hg, für den unteren bis 95 mm Hg. 140-160 mm Hg bzw. 90-95 mm Hg gelten als Grenzbereich, Werte über 160 bzw. 95 mm Hg als erhöht (d.h. hyperton). Hypertonie macht meist keine Beschwerden, ist aber ein wichtiger Risikofaktor für die Entstehung der Gefäßverkalkung (Arteriosklerose).
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| Hypertriglyceridämie | Erhöhte Konzentration von Triglyceriden im Blut. Triglyceride sind Neutralfette,
die aus 3 an Glycerin gebundenen Fettsäuren bestehen. Sie werden z.T. mit der
Nahrung aufgenommen, z.T. in Leber, Niere oder Herzmuskel synthetisiert. Der
Transport im Blut erfolgt in Lipoproteinen (siehe auch dort), v.a. in
Chylomikronen und VLDL. Hypertriglyceridämien kommen beim Typ-2-Diabetiker
überhäufig oft vor:
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Aufgrund fehlender Insulinwirkung sind die Spiegel der freien Fettsäuren erhöht und stimulieren die Synthese von VLDL in der Leber.
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Durch Hemmung eines fettabbauenden Enzyms bei verminderter Insulinwirkung ist der Abbau von triglyceridreichen Lipoproteinen verzögert. Fettstoffwechselstörungen bei Diabetikern sind somit in der überwiegenden Mehrzahl Folge eines absoluten oder relativen Insulinmangels.
Eine deutliche Reduktion der Triglyceridspiegel kann erreicht werden:
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Durch Kalorienreduktion und Gewichtsabnahme sowie Alkoholabstinenz.
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Verbesserung des Glukosestoffwechsels durch Sulfonylharnstoffe oder Insulin.
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Medikamentöse Maßnahmen. Eine Hypertriglyceridämie ist Marker, aber nicht unbedingt Auslöser, für die koronare Herzkrankheit (Koronarsklerose).
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| Hypoglykämie |
Hypo ist Latein und bedeutet unter(halb), unter der Norm. Glykämie ist eben der Zucker. Also: Unterzucker.
Man Spricht von einer Unterzuckerung, wenn der Blutzuckerspiegel unter 50 mg/dl liegt. Erste Symptome können aber schon bei einem Blutzuckerspiegel von 80 mg/dl auftreten. Mögliche Ursachen für Unterzucker sind: Zuviel Insulin gespritzt, Tabletten wirken zu stark oder körperliche Aktivität.
Es ist nicht möglich generell zu sagen welche Symptome ein Mensch mit Unterzuckerung hat, da es von Person zu Person unterschiedlich ist. Mögliche Symptome sind:
- - zittern
- - Hungergefühl
- - (kalter) Schweißausbruch
- - Schwindel
- - Kopfschmerzen
Bei manchen Menschen treten sogar Persönlichkeitsveränderungen auf.
Um gegen eine Unterzuckerung gegen zu regulieren, ist die Aufnahme von Kohlenhydraten notwenig. Am besten geeignet ist Traubenzucker, da er sehr schnell in den Blutkreislauf eintritt. Da aber der Traubenzucker innerhalb von einer halben Stunde schon wieder abgebaut wird, sollte man zusätzlich noch eine Kleinigkeit essen (wie z.B. eine kleine Scheibe Brot).
Ein Diabetiker sollte immer ein paar Plättchen Traubenzucker bei sich tragen!
Hat man nicht die Möglichkeit seinen Blutzuckerspiegel wieder nach oben zu treiben, kann es passieren das man ins Koma fällt. Ist das der Fall muss man demjenigen den Zucker sofort intravenös spritzen. Dazu gibt es spezielle Hypokits, die jeder Diabetiker in seinem Kühlschrank haben sollte.
Zu beachten ist noch, das ein bewusstloser Diabetiker nicht mehr in der Lage ist zu schlucken!
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| Hypoglykämischer Schock | Schwerste Form der Unterzuckerung mit Bewußtlosigkeit. Blutzuckerwerte liegen in der Regel unter 30 mg/dl.
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| Hämodialyse | = Blutwäsche. Blutreinigungsverfahren. Bei Versagen der Nierentätigkeit wird dem Körper über einen Gefäßzugang (meist am Unterarm oder Oberarm) Blut entnommen, dieses durchströmt das Dialysegerät. Dabei werden harnpflichtige Substanzen (v.a. Harnstoff, Harnsäure, Kreatinin), aber auch Wasser aus dem Blut entfernt. Anschließend wird das gereinigte Blut dem Patienten wieder zugeführt.
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| Hämoglobin | Roter Blutfarbstoff. Bestandteil der roten Blutkörperchen (Erythrozyten). Die wichtigste Funktion der Erythrozyten ist der Sauerstofftransport. Dabei wird Sauerstoff direkt an Hämoglobin gebunden.
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| Hämoglobin, glykolisiertes | Hämoglobin, glykolisiertes
"gezuckertes Hämoglobin" (= mit Glucose beladener roter Blutfarbstoff). Siehe Kapitel HbA1.
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Glossary V2.0 |