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Diabetes - Wörterbuch
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E
Es sind 13 Einträge im Glossar.
Seiten: 1
Begriff Definition
EEG(Elektroencephalogramm) Ableitung der Hirnströme.
 
Einheit (E)Definiertes Maß eines Wirkstoffes (z.B. eines Medikamentes) als vergleichbare Bezugsgröße. Insulin ist eines der Medikamente, dessen Dosierung in Einheiten angegeben wird. Die Abkürzung I.E. (oder englisch I.U.: U = unit = Einheit) bedeutet "Internationale Einheit", womit ausgedrückt werden soll, daß Einheit in allen Ländern gleich definiert ist. Der Begriff I.E. darf nicht als Mengenangabe verstanden werden. In Abhängigkeit von der Konzentration kann z.B. 1 ml Insulin 40 E oder aber auch 100 E enthalten. Die sog. "40er" Insuline (1 ml = 40 I.E. Insulin) sind in Deutschland weit verbreitet, in den angloamerikanischen Ländern sind die "100er" Insuline (1 ml = 100 I.E. Insulin) gebräuchlicher. Damit sofort erkennbar wird, welche Insulinkonzentration vorliegt, enthalten alle Packungen folgende Aufdrucke: U 40 bedeutet, es handelt sich um ein Insulin, das 1 ml 40 E enthält. Entsprechend enthält U 100 in 1 ml 100 E.
 
Ejakulation, retrogradeUnter Ejakulation versteht man den Samenausstoß des Mannes. Die retrograde Ejakulation ist eine Störung, bei der der Samen nicht nach außen, sondern "rückwärts" (retrograd) in die Harnblase abgegeben wird. Ursache ist eine Störung des Blasenschließmuskels z.B. im Rahmen diabetischer Nervenveränderungen (Neuropathie). Patienten mit retrograder Ejakulation sind unfruchtbar (infertil), d.h. nicht in der Lage, Kinder zu zeugen.
 
EKG(Elektrokardiogramm) Kurve der Herzströme. Voraussetzung für eine geregelte Herztätigkeit ist das Entstehen bioelektrischer Aktivitäten, die ihrerseits regelmäßig Herzaktionen hervorrufen. Die Kurve, die beim Ableiten dieser Ströme entsteht, heißt Elektrokardiogramm (EKG). Aus ihr lassen sich wertvolle Rückschlüsse über die Herztätigkeit (z.B. Rhythmusstörungen) ziehen.
 
Endokrine OrganeOrgane, welche die von ihnen gebildeten Stoffe (Hormone) nicht nach außen (z.B. in den Darm) sondern direkt in die Blutbahn abgeben. Endokrine Organe sind z.B. Schilddrüse, die Hirnanhangdrüse (= Hypophyse) und auch die Inselzellen, die ihre Produkte (u.a. Insulin) unmittelbar an die Blutgefäße abgeben.
 
EnteropathieErkrankungen der Magen-Darmschleimhaut.
 
EnzymeEiweißkörper, die für die Steuerung biochemischer Reaktionen unabdingbar notwendig sind. Enzyme fördern oder hemmen eine Vielzahl von biochemischen Abläufen im Organismus und wirken dadurch steuernd.
 
EpidemiologieWörtlich übersetzt bedeutet Epidemiologie "Lehre von den Seuchen", womit nur ein ganz geringer Teil des Aufgabenbereiches der Epidemiologie erfaßt wird. Vielmehr versteht man unter Epidemiologie die Wissenschaft, die Krankheiten im Hinblick auf ihre Häufigkeit, ihre Verteilung in der Gesamtbevölkerung, ihre Zuordnung zu bestimmten Bevölkerungsgruppen (z.B. Berufsgruppen) beobachtet. Aus der Arbeit der Epidemiologen lassen sich z.B. Rückschlüsse ziehen, welche Bevölkerungsgruppen für bestimmte Krankheiten besonders anfällig sind (sogenannte Risikogruppen). Somit ergeben sich auch Möglichkeiten Vorbeugungsmaßnahmen gezielt zu treffen. Als Beispiel mag die derzeit wohl aktuellste Erkrankung "Aids" dienen. Die Aufgaben der Epidemiologen ist es zu beobachten, in welchen Teilen der Bevölkerung diese Erkrankung auftritt, wie sie sich verbreitet und auch wie sie an Häufigkeit zunimmt.
 
ErsteinstellungBehandlungsbeginn einer neuentdeckten Diabeteserkrankung.
 
ErwachsenendiabetesHeute seltener gebrauchte Ausdrucksform für den Typ-2-Diabetes. Es handelt sich dabei um eine in der Regel nicht insulinabhängige Diabetesform, die bis auf ganz wenige Ausnahmen (Mody-Diabetes) nur Erwachsene betrifft.
 
ErwerbsunfähigkeitErwerbsunfähig ist ein Versicherter, der in Folge von Krankheit oder anderen Gebrechen oder von Schwäche seiner körperlichen oder geistigen Kräfte auf nicht absehbare Zeit eine Erwerbsfähigkeit in gewisser Regelmäßigkeit nicht mehr ausüben oder nicht mehr als nur geringfügige Einkünfte durch Erwerbstätigkeit erzielen kann.
 
ExsikkoseAustrocknung des Körpers bei Flüssigkeitsmangel infolge verminderter Flüssigkeitszufuhr bzw. übermäßigem Flüssigkeitsverlust. Ursache einer Exsikkose bei einem Diabetiker ist in der Regel eine schlechte Diabeteseinstellung. Die Exsikkose entsteht hierbei durch einen übermäßigen Wasserverlust über die Niere, da eine gesteigerte Glucoseausscheidung als Folge der schlechten Diabeteseinstellung zwangsläufig auch zu einer gesteigerten Wasserausscheidung führt.
 
Exsudate(harte, weiche), (lat.: Absonderung, Ausscheidung) Im medizinischen Sprachgebrauch versteht man unter Exsudat normalerweise Flüssigkeit, die bei Entzündungen "ausgeschwitzt" wird (z.B. bei Rippenfellentzündung). In der Augenheilkunde hat der Begriff eine etwas andere Bedeutung. Er wird in Verbindung mit den Eigenschaftswörtern hart oder weich benutzt, um charakteristische Veränderungen am Augenhintergrund zu beschreiben. Exsudate treten z.B. im Rahmen diabetischer Augenhintergrundsveränderungen (diabetische Retinopathie) auf. Unter harten Exsudaten versteht man Ablagerungen von Fettstoffen in der Netzhaut, die sich weißlich und scharf-begrenzt darstellen und damit "hart" wirken. Man findet sie meist bei älteren Diabetikern. Bei Jugendlichen sind sie eine Seltenheit. Die weichen Exsudate sind unscharf-begrenzt und wirken dadurch "weich". Es handelt sich um Verquellungen von Nervenfasern, die meist bei Bluthochdruck, seltener bei Diabetes auftreten.
 


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