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| Bypass | (englisch: Umleitung, Umgehungsstraße) Blutumleitung bei Gefäßverschlüssen oder hochgradigen Gefäßverengungen. Die Situation ist etwa vergleichbar mit einem Stau im Straßenverkehr. Auch hier wird versucht, durch Umleitung den Verkehr in Fluß zu halten. Durch Bypass-Operationen werden künstliche oder natürliche Gefäße (z.B. Venen) so in das ursprüngliche Gefäß eingesetzt, daß das Blut vor dem Gefäßverschluß in das Umgehungsgefäß eintritt und dahinter in seine alte Strombahn wieder eintritt. Die Bypass-Chirurgie hat vor allem bei Erkrankungen der Herzkranzgefäße (Coronarsklerose) große Bedeutung.
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| C-Peptid | (= connecting peptide) Als Eiweißkette Bestandteil des Insulinvorläufers Pro-Insulin. Nach Abspalten dieser Eiweißkette entsteht aus Pro-Insulin das Insulin.
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| Cerebraler Insult | Hirninfarkt, Schlaganfall. Hierbei handelt es sich um Untergang von Hirngewebe infolge einer umschriebenen akuten Durchblutungsstörung des Gehirns. Als Ursachen kommen zum einen Gefäßveränderungen in Frage (Arteriosklerose). Aber auch Embolien (wandernde verschleppte Gerinnsel) aus dem Herzen oder aus Plaquebildungen der hirnversorgenden Gefäße können die Ursache sein. Als Risikofaktoren für cerebrale Durchblutungsstörungen sind zu nennen: Alter, erhöhter Blutdruck, Herzerkrankungen, Diabetes mellitus, Rauchen, Fettstoffwechselstörung sowie chronischer Alkoholmißbrauch.
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| Charcot-Fuß | Er ist nach Jean Martin Charcot, einem französischen Neurologen des 19. Jahrhunderts benannt: bei der Spätform der Syphilis mit Befall des Rückenmarkes hat Charcot Störungen an Knochen, Gelenken und der Haut im Bereich der Füße mit Verformung, Gelenkfehlstellung und Mal perforant (siehe dort) beschrieben. Beim Diabetes mellitus versteht man unter Charcot-Fuß eine Sonderform des Diabetischen Fußsyndroms (siehe dort). Sie ist dadurch gekennzeichnet, daß es zu Knochenbrüchen und Knochenuntergang im Bereich der Füße (meist Fußwurzel-, aber auch Mittelfußbereich) kommt. Dadurch entstehen mitunter monströse deformierende Veränderungen des Fußes mit eingeschränkter Belastbarkeit. Nach mehrmonatiger Totalentlastung des Fußes, die konsequent durchgeführt werden muß, kann es zu erneuter Stabilisierung des Fußskelettes kommen. Die Deformierung bleibt jedoch bestehen. Im abgeheilten Stadium kann nach Versorgung mit Maßschuhen der Fuß wieder meist beschwerdefrei belastet werden.
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| Cholesterin | Substanz aus der Gruppe der Fette. Cholesterin kommt im gesamten Organismus vor und spielt eine wichtige Rolle bei der Bildung von Gallensäuren, von Zellwänden und beim Aufbau von Hormonen. Cholesterin wird zum Teil aus der Nahrung aufgenommen (z.B. im Eigelb), zum Teil aber auch vom Körper selbst gebildet. Verwertungsstörungen wie auch ein Überangebot an Nahrungscholesterin kann zu verstärkter Gefäßverkalkung führen, da Cholesterin in den Gefäßwänden abgelagert wird.
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| chronisch | (= langsam verlaufend) Unter chronischen Erkrankungen versteht man solche, die meist wenig dramatisch, dafür aber sehr langwierig verlaufen und in aller Regel nicht ausheilen.
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| Coma | Zustand tiefer Bewußtlosigkeit und Reaktionslosigkeit. Verschiedene Ursachen sind möglich: z.B. Alkohol, Stoffwechselentgleisung (Coma diabeticum), Leberversagen (Coma hepaticum) usw.
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| Coma diabeticum | Krisenhafte Entgleisung des Zuckerstoffwechsels mit Störungen des Bewußtseins bis zum Bewußtseinsverlust. Die Häufigkeit des Coma diabeticum liegt etwa bei 3 Fällen pro 1000 Diabetikern pro Jahr, wobei jugendliche insulinbedürftige Diabetiker am häufigsten betroffen sind. Man unterscheidet 2 Formen: das ketoazidotische Coma und das hyperosmolare Coma, die sich beide in ihren Ursachen, dem klinischen Bild und auch in der Behandlung unterscheiden.
Ursache des ketoazidotischen Comas ist in erster Linie der Insulinmangel. Insulin ist ein Hormon mit vielfältigen Wirkungen, folglich kommt es bei einem Mangelzustand auch zu komplexen Stoffwechselstörungen. Zunächst einmal steigt der Blutzucker an, da der vorhandene Zucker nicht verwertet wird und die Zuckerneubildung in der Leber ohne die "Insulinbremse" verstärkt abläuft. Neben dem Blutzuckeranstieg kommt es auch zu einem Anstieg der Ketonkörper (z.B. Azeton) aufgrund eines verstärkten Fettabbaus. Die Ketonkörper führen zu einer Übersäuerung des Körpers (Azidose), wodurch der Azetonnachweis im Urin deutlich positiv ausfällt. Ebenso wichtig wie der Insulinmangel ist in der Entstehung eines Coma diabetikum auch die Rolle der sogenannten - Streßhormone (Cortison, Ketecholamine, z.B. Adrenalin, Glucagon). Aus Erfahrung weiß man, daß Blutzuckerentgleisungen häufig mit Streßsituationen (z.B. Infektionen) in Zusammenhang stehen und so verstärkt Streßhormone ausgeschüttet werden. Diese wirken als Insulingegenspieler: sie erhöhen den Blutzucker und fördern den Fettabbau wodurch wiederum die Konzentration der Ketonkörper erhöht wird. Das klinische Bild der ketoazidotischen Entgleisung ist vor allem durch starke Flüssigkeits- und Salzverluste sowie durch die Übersäuerung (Azidose) geprägt. (Acetongeruch in der Atemluft!). Die Flüssigkeitsverluste entstehen dadurch, daß bei hohen Blutzuckerwerten zwangsläufig immer erhöhte Harnzuckerausscheidung auch zu einer verstärkten Wasserausscheidung führt. Häufiges Wasserlassen und Zunahme des Durstgefühls sind die Folge. Kann man den Wasserverlust nicht ausgleichen, - nicht selten bestehen auch Übelkeit und Erbrechen - so kommt es zu einem starken Austrocknen des Körpers. Im Gegensatz zum ketoazidotischen Coma entsteht beim hyperosmolaren Coma keine oder nur eine geringe Übersäuerung. Hier steht in erster Linie ein exzessiver Blutzuckeranstieg (oft über 1000 mg/dl) und Flüssigkeitsverlust im Vordergrund. Auslösender Faktor ist meist ein Flüssigkeitsmangel (z.B. bei Fieber) wodurch die Zellen austrocknen und unempfindlicher auf Insulin reagieren. Hyperosmolare Blutzuckerentgleisungen werden in aller Regel nur bei älteren Diabetikern beobachtet.
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| Coronar-Arterie | Herzkranzgefäß für die Blutversorgung des Herzmuskels.
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| Coronarsklerose | Verkalkung der Herzkranzgefäße. Diese führt zu einer Einengung des Gefäßquerschnitts und somit zu einer Verminderung des Blutdurchflusses. - Der Herzmuskel reagiert auf die Drosselung seiner Blut- und damit Sauerstoffversorgung mit einem typischen Schmerzereignis (Angina pectoris). Im schlimmsten Fall kommt es zu einem vollkommenen Verschluß eines Herzkranzgefäßes und damit zu einem Herzinfarkt. Risikofaktoren für die Entstehung von Coronarsklerose sind in erster Linie Rauchen, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen und Diabetes.
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| Cortison | Lebenswichtiger Botenstoff (Hormon) aus der Nebennierenrinde. Cortison hat auf den Blutzucker eine steigernde Wirkung und wird unter anderem nach Unterzuckerungen im Rahmen der Gegenregulation freigesetzt. Aufgrund seiner ausgeprägten entzündungshemmenden und antiallergischen Wirkung, findet Cortison häufig auch als Medikament Anwendung, vor allem bei internistischen Erkrankungen (Asthma, Rheuma usw.).
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| Dawn-Phänomen | (engl. dawn = Morgendämmerung) Blutzuckeranstieg in den frühen Morgenstunden. Dawn-Phänomene sind dadurch gekennzeichnet, daß der Blutzucker gegen Mitternacht gut liegt, in den frühen Morgenstunden (etwa ab 4 Uhr) jedoch sehr schnell ansteigt. Es resultiert folglich ein hoher Nüchternblutzucker. Die Ursache des Dawn-Phänomens ist unter anderem eine verstärkte Ausschüttung von verschiedenen Hormonen in der Nacht sowie am frühen Morgen, die sowohl die Zuckerfreisetzung aus der Leber erhöhen als auch die Empfindlichkeit des Körpers gegenüber Insulin herabsetzen. Dawn-Phänomene sind nicht die einzigen Ursachen für hohe Nüchternblutzuckerwerte. Diese können ebenso durch einen Insulinmangel bei zu niedriger Abenddosis bzw. zu kurzer Wirkdauer des abendlichen Insulins oder auch durch Gegenregulation nach Unterzuckerung (Somogyi-Effekt) bedingt sein. Die Blutzuckereinstellung kann beim Dawn-Phänomen schwierig sein. Gelegentlich hilft die spätabendliche Injektion von Verzögerungsinsulin in den Oberschenkel als bed-time-dosis. In manchen Fällen lassen sich nur mit einer Insulinpumpe gute Nüchternblutzuckerwerte erreichen.
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| Dehydratation | Austrocknung infolge Wassermangel. Dehydratation bei Diabetikern entsteht durch einen übermäßigen Wasserverlust infolge vermehrter Harnausscheidung. Das erhöhte Harnvolumen kommt zustande durch eine verstärkte Zuckerausscheidung bei hohen Blutzuckerwerten. Wird der Wasserverlust nicht durch Trinken ausgeglichen (z.B. bei Erbrechen), so kommt es zur Austrockung. Dieser Zustand ist für den Diabetiker nicht ungefährlich, da bei Dehydratation auch die Insulinwirkung nachläßt (eine "ausgetrocknete Zelle" wird insulinunempfindlich!).
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| Depotinsulin | Längerwirkendes Insulin, das im Gegensatz zum kurzwirkenden Insulin Zusätze enthält, die die Aufnahme des Insulins aus dem Unterhautfettgewebe in die Blutbahn verzögern. Hierdurch entsteht ein "Depoteffekt". Der Begriff Depotinsulin ist in letzter Zeit mehr und mehr durch den Begriff Verzögerungsinsulin verdrängt worden.
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| Dermatologie | Lehre von den Erkrankungen der Haut.
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| Desinfektion | Abtöten von Keimen durch physikalische (Hitze) oder chemische Verfahren (Seife, Alkohol usw.)
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| Dextrose | = Traubenzucker (Glucose).
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| Diabetes | (griech.: "Hindurchgehenlassen"). Bezeichnung für Krankheiten, die durch eine übermäßige, krankhafte Urinausscheidung gekennzeichnet sind.
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| Diabetes insipidus | (griech.: "Wasserharnuhr", Durchfluß). Zwanghafte Steigerung der Urinausscheidung mit Harnmengen von bis zu 15 Litern (!) pro Tag. Ursache ist eine Störung im Hinterlappen der Hirnanhangdrüse (Hypophyse) oder eines übergeordneten Hirnzentrums. In seltenen Fällen findet sich als Ursache ein Nichtansprechen der Niere auf das wassersparende Hormon (ADH, Diabetes insipidus renalis).
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| Diabetes mellitus | (griech.: "honigsüßer Durchfluß"). Chronische Störung des Kohlenhydratstoffwechsels. Charakteristische Merkmale sind Blutzuckererhöhung (Hyperglykämie) und das Auftreten von Harnzucker (Glucosurie). Die Harnzuckerausscheidung hat dem Krankheitsbild den Namen gegeben. Zucker bindet Wasser und somit führt das Vorkommen von Zucker im Harn zwangsläufig auch zur vermehrten Ausscheidung von Wasser. Krankheitsbilder mit großem Harnvolumen heißen Diabetes (siehe oben). Der Zusatz "mellitus" (= honigsüß) erklärt sich durch den infolge Zuckergehaltes süßen Geschmack des Urins. Diese merkwürdige Namensgebung entstammt einer Zeit, als man weder Blutzucker noch Urinzucker messen konnte und sich allein auf die Beurteilung durch die menschlichen Sinne wie Schmecken, Riechen usw. beschränken mußte. Diabetes mellitus ist kein einheitliches Krankheitsbild. Gemeinsam ist allen Formen die Unfähigkeit, bzw. Einschränkung der Fähigkeit Traubenzucker (Glucose) zu verstoffwechseln. Die Ursachen sind vielfältig. In der Regel besteht ein Insulinmangel, in manchen Fällen ist die Wirksamkeit des an sich in ausreichender Menge gebildeten Insulins vermindert (Insulinresistenz). Gelegentlich führt die vermehrte Bildung von blutzuckersteigernden Hormonen (z.B. Cortison) zu Diabetes. Um die verschiedenen Diabetesformen etwas überschaubarer zu machen, hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) 1980 eine Einteilung vorgeschlagen, die mittlerweile weitgehend anerkannt wird. Die neue Einteilung hat die früher gängigen Begriffe wie jugendlicher Diabetes oder Altersdiabetes verdrängt. Es wird folgendermaßen unterschieden:
| I. |
Diabetes mellitus Typ 1 (Beta-Zell-Zerstörung, die zum absoluten Insulinmangel führt)
A. Immunologisch bedingt
B. Idiopathisch
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| II. |
Diabetes mellitus Typ 2
(reicht vom Vorwiegen der Insulinresistenz mit relativem Insulinmangel bis zum Vorwiegen des Sekretionsdefekts mit Insulinresistenz)
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| III. |
Andere Diabetestypen mit unbekannten Ursachen
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| IV. |
Gestationsdiabetes (Schwangerschaftsdiabetes)
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| Diabetisches Fußsyndrom | Es wird oft nur kurz "Diabetischer Fuß" genannt. Ein Syndrom bezeichnet einen Symptomkomplex, eine Gruppe von gleichzeitig auftretenden Krankheitszeichen. Das Diabetische Fußsyndrom ist der Ausdruck diabetesbedingter Spätschäden am Fuß. Die ursächlichen Faktoren sind die diabetische Nervenschädigung (Polyneuropathie), die Durchblutungsstörung (Makroangiopathie) und die Infektion. Es gibt unterschiedliche Schweregrade des Diabetischen Fußsyndroms. Auch variiert das Bild, je nachdem, welche Ursache vorliegt oder im Vordergrund steht. Der Nervenschaden kann zu einem Ausfall des Schmerzempfindens führen (Wunden können so leichter entstehen), zu einem Ausfall der Schweißsekretion (die Haut ist weniger geschmeidig) und zu Verformung der Füße (es entstehen Druckstellen und Schwielen). Die Durchblutungsstörung läßt entstandene Wunden weniger gut heilen und kann im fortgeschrittenen Stadium selbst zu Nekrosen (örtlichem Gewebstod), meist an den Zehen oder der Ferse führen. Die Infektion kann oberflächliche Gewebsschichten, aber auch Gelenke und Knochen betreffen. Es ist für den Arzt wichtig, vor der Behandlung eines Diabetischen Fußes entsprechende Untersuchungen (neurologische Untersuchung, Wundabstrich, Untersuchung der Durchblutung, Röntgenaufnahme des Fußes) durchzuführen, um dann gezielt behandeln zu können. In Schulungsprogrammen für Diabetiker wird vermittelt, wie das Diabetische Fußsyndrom vermieden werden kann: durch richtige Fußpflege, Verhaltensregeln bei Gefühlsverlust der Füße, Verhütung von Verletzungen, adäquates Schuhwerk und allgemeine Maßnahmen (z.B. Bewegung, nicht Rauchen).
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| Diagnose | (griech.: "Erkenntnis") Nachweis bzw. Benennen einer Erkrankung.
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| Diagnostik | Aufwand, der betrieben wird (z.B. Blutuntersuchung, Röntgen, EKG usw.), um eine Krankheit zu erkennen, d.h. eine Diagnose zu stellen.
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| Dialyse | (gr. = "Trennung") Physikalisches Verfahren zur Trennung verschiedener Substanzen. In der Medizin steht der Begriff Dialyse gleichbedeutend für die Behandlung mit der "künstlichen Niere". Das Verfahren wird angewandt bei Menschen mit unzureichender Nierenfunktion (Niereninsuffizienz). Beim Dialysieren wird das Blut über ein Schlauchsystem durch einen Filter geleitet, wobei die giftigen Stoffwechselabbauprodukte entfernt werden. Solche Behandlungen mit der künstlichen Niere werden an 2-3 Tagen der Woche über mehrere Stunden durchgeführt. Nach besonderer Anlernung kann man eine Dialyse auch zu Hause unter Mithilfe der Angehörigen durchführen (Heimdialyse).
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| Diarrhoe | (gr. = "Durchfluß") Durchfallerkrankung. Absetzen von dünnem ungeformten Stuhl mehrfach am Tage. Diarrhoen treten meist plötzlich (akut) auf und verschwinden auch rasch wieder. In der Regel sind virale oder bakterielle Infektionen die Ursache (z.B. Sommer- oder Reisediarrhoe). Längergehende (chronische) Durchfallerkrankungen können dagegen auf ernstere Gesundheitsstörungen hindeuten: Störung der Funktion von Bauchspeicheldrüse oder Gallenblase, Nahrungsmittelunverträglichkeit, entzündliche Darmerkrankungen, gelegentlich auch Darmtumoren. Länger anhaltender Durchfall bei Diabetikern ist gelegentlich durch eine Beeinträchtigung des vegetativen Nervensystems (autonome Neurophatie) bedingt. Dies betrifft vor allem Diabetiker mit langjährigem Diabetes und unzureichender Langzeitbehandlung.
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Glossary V2.0 |